Nach mehrwöchiger Pause war es endlich soweit. Den Jungs vom Hasenleiser wurde die Ehre zu Teil das jahrelange handballerische Aushängeschild des Heidelberger Südens, die SG Nußloch Handball 1, in ihrer bescheidenen Halle zu begrüßen. Ein Hauch von Bundesliga weht dieses Jahr durch die Landesliga Rhein-Neckar-Tauber, wenn die Nußlocher Erste, statt in Horkheim oder Pfullingen zu verlieren, jetzt durch die Region reist, um regelmäßig die Gegner aus der Halle zu katapultieren (Rest in peace Schriesheim, Hemsbach und Malschenberg). Mit demselben Vorhaben muss der Tabellenführer der 3. Liga des kleinen Mannes wohl nach Heidelberg gereist sein, zumindest deutet dies der breite und stark besetzte Kader an.

Für die Knights war damit das Ziel glasklar: Heimsieg.

Das dies nicht nur eine Floskel war, stellten die Bitsch-Boys auch eindrucksvoll nahezu die ganze Zeit unter Beweis. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, konnte sich die Schmiedel-Sieben erstmals absetzen und bis zur Halbzeit auf 8:14 davonziehen. Insbesondere offensiv gelang gegen die Nussiboys zu wenig, sodass sich die Krambs & Co auch im weiteren Spielverlauf schwer taten den Rückstand zu verkürzen. So wähnte sich der Drittligaabsteiger beim 20:12 bereits als sicherer Sieger und konzentrierte sich mehr auf die Kommunikation, als auf das Handballspiel; scheinbar wird in Nußloch das Gehalt pro gesprochenes Wort gezahlt. Kühn wurde das Ziel eines Zehn-Tore-Vorsprungs von Coach Schmiedel ausgegeben, um nichts mehr anbrennen zu lassen. Naja das wurde offensichtlich verfehlt, denn die Jungs vom Hasenleiser bewiesen zum Ende nochmal Moral und arbeiteten sich bis auf 20:26 ran. In Nußloch wird man jetzt sicherlich schon nervös, ob des verfehlten Zwischenziels – es bleibt spannend wann die Verantwortlichen reagieren.

Die weiße Ritterschaft kann hingegen erhobenen Hauptes in die nächste Trainingswoche starten. Über weite Teile konnte man mit dem Nußlocher Starensemble mithalten und wieder einmal die Ligatauglichkeit unter Beweis stellen. Selbst den Rückraumbomber Buse bekam die ritterliche Verteidigung in den Griff. Der SG aus Nußloch kann man hingegen nur gratulieren zur erfolgreichen Transferpolitik im Sommer. Mit seinen 8 Toren gegen die alte Liebe, war Lukas Förch wohl der entscheidende Faktor im Spiel. Nußloch steht damit weiterhin ungeschlagen an der Spitze der Tabelle, der PSV hingegen rangiert, zumindest nach Pluspunkten, auf dem letzten Platz. Erfreulich war dafür das gelungene Debüt des aufstrebenden Kreisläufers Micki Weigel aus der U23 des PSV. Durch den Ausfall zweier etatmäßiger Kreisläufer konnte dieser sich mit seinem Debüttor für zukünftige Aufgaben empfehlen.

Schlöder (TW), Bartsch (TW); Winterbauer (2), M. Weigel (1), Heck, Pape (2), Schmitt (1/1), Keßler (1), Krambs (3/1), D. Weigel (5/4), Kuban (3), Sormani, Billinger (2)